In der Welt der Unternehmensentwicklung und des Change-Managements gibt es eine alte Weisheit: „Der Fisch fängt am Kopp an zu stinken.“ Diese Metapher beschreibt eindrücklich, wie wichtig die Rolle der Führungskräfte für den Erfolg eines Unternehmens ist. Wenn an der Spitze Probleme bestehen, wird sich das unweigerlich auf die gesamte Organisation auswirken. In diesem Blogbeitrag möchte ich Dir zeigen, warum ich oft zuerst mit den oberen Positionen arbeite und wie ich bei Bedarf sogar ins Unternehmen gehe, um die Kultur anzupassen. Anhand einer Anekdote aus einem chaotischen mittelständischen Unternehmen, das wir erfolgreich digitalisiert haben, werde ich verdeutlichen, wie entscheidend diese Herangehensweise ist.
Die Bedeutung der Führungsebene
Die Führungsebene hat einen enormen Einfluss auf die Unternehmenskultur und das Arbeitsumfeld. Sie setzt nicht nur die strategischen Ziele, sondern prägt auch das Verhalten und die Werte innerhalb des Unternehmens. Wenn Führungskräfte nicht bereit sind, Veränderungen zu akzeptieren oder selbst aktiv zu werden, wird es schwierig, eine positive Entwicklung im gesamten Unternehmen zu erreichen.
Ein Beispiel aus meiner Praxis zeigt dies deutlich: Ein Unternehmen, das über Jahre hinweg in traditionellen Strukturen gefangen war, hatte Schwierigkeiten mit ineffizienten Prozessen und einer veralteten Arbeitsweise. Die Mitarbeiter waren frustriert und fühlten sich oft überfordert von den chaotischen Abläufen. Doch anstatt sofort mit den Mitarbeitern zu sprechen oder Workshops durchzuführen, entschied ich mich zunächst dafür, mit dem Geschäftsführer und den Führungskräften zu arbeiten.
Der erste Schritt: Analyse der bestehenden Strukturen
Bevor ich in das Unternehmen eintauchte, führte ich eine umfassende Analyse der bestehenden Strukturen durch. Ich sprach mit dem Geschäftsführer über seine Vision für das Unternehmen und identifizierte gleichzeitig die Herausforderungen, vor denen er stand. Dabei stellte sich heraus, dass viele Prozesse nicht nur ineffizient waren, sondern auch von einer veralteten Denkweise geprägt wurden.
Ein Beispiel hierfür war der Umgang mit digitalen Tools. Der Geschäftsführer war skeptisch gegenüber neuen Technologien und hielt an alten Gewohnheiten fest – vom analogen Kalender bis hin zu papierbasierten Prozessen. Dies führte dazu, dass wichtige Informationen verloren gingen und Entscheidungen oft auf Basis unzureichender Daten getroffen wurden.
Die Transformation beginnt an der Spitze
Nachdem ich ein klares Bild von den Herausforderungen hatte, begann ich mit dem Geschäftsführer an seiner Einstellung zur Digitalisierung zu arbeiten. Es war entscheidend, dass er die Notwendigkeit erkannte, Veränderungen vorzunehmen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für sein Team.
Ich organisierte Workshops für die Führungskräfte des Unternehmens, in denen wir gemeinsam die Vorteile digitaler Lösungen erarbeiteten. Wir diskutierten darüber hinaus auch die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Mitarbeiter und wie wichtig es ist, als Vorbild voranzugehen.
Ein Schlüsselmoment war ein Workshop zum Thema „Führung im digitalen Zeitalter“. Hierbei konnten wir gemeinsam erarbeiten, welche Kompetenzen notwendig sind und wie sie ihre Teams besser unterstützen können. Es wurde klar: Wenn sie nicht bereit waren zu lernen und sich weiterzuentwickeln, würde sich nichts ändern.
Praktische Umsetzung: Von der Theorie zur Praxis
Nachdem wir ein gemeinsames Verständnis für die Notwendigkeit von Veränderungen geschaffen hatten, ging es darum, konkrete Schritte einzuleiten. Ich begleitete das Unternehmen aktiv bei der Implementierung neuer digitaler Tools – angefangen beim Kalender des Geschäftsführers bis hin zur Optimierung aller kaufmännischen Abläufe.
Wir führten ein digitales Projektmanagement-Tool ein, das es dem Team ermöglichte, Aufgaben effizienter zu verteilen und den Überblick über Projekte zu behalten. Zudem schulten wir alle Mitarbeiter im Umgang mit diesen neuen Technologien – denn ohne Akzeptanz und Verständnis würde jede Veränderung scheitern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Prozessoptimierung in den kaufmännischen Abläufen. Wir analysierten jeden Schritt – vom Angebot über die Auftragsabwicklung bis hin zur Rechnungsstellung – und identifizierten Engpässe sowie Verbesserungspotenziale. Durch klare Standards und digitale Lösungen konnten wir nicht nur Zeit sparen, sondern auch Fehlerquellen minimieren.
Kulturwandel als langfristiger Prozess
Die Einführung neuer Technologien allein reicht jedoch nicht aus; es bedarf eines echten Kulturwandels innerhalb des Unternehmens. Hierbei spielte die Kommunikation eine zentrale Rolle. Ich arbeitete eng mit dem Geschäftsführer zusammen, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter regelmäßig informiert wurden über Fortschritte sowie Erfolge während des Transformationsprozesses.
Wir organisierten regelmäßige Feedback-Runden in denen Mitarbeiter ihre Erfahrungen teilen konnten; dies förderte nicht nur den Austausch, sondern half auch dabei Ängste abzubauen gegenüber Veränderungen.
Es war wichtig, dass jeder im Unternehmen spürte: „Wir gehen diesen Weg gemeinsam!“ Nur so konnte Vertrauen aufgebaut werden – sowohl zwischen Führungskräften als auch zwischen Mitarbeitern.
Erfolge feiern und weiterentwickeln
Nach einigen Monaten harter Arbeit begannen wir erste Erfolge sichtbar zu machen! Die Effizienzsteigerungen waren beeindruckend; Projekte wurden schneller abgeschlossen als je zuvor; Fehlerquoten sanken drastisch! Das Team fühlte sich motivierter denn je!
Doch damit endete unsere Reise nicht! Veränderung ist ein kontinuierlicher Prozess; deshalb blieben wir weiterhin im Austausch, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten am Ball bleiben können!
Fazit: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Führung
Die Erfahrung mit diesem Unternehmen hat mir einmal mehr gezeigt: Der Fisch fängt am Kopp an zu stinken! Wenn Du nachhaltige Veränderungen in einem Unternehmen bewirken möchtest, musst Du zuerst bei den Führungskräften ansetzen!
Indem Du ihnen hilfst ihre Denkweise zu ändern; neue Fähigkeiten zu entwickeln; sowie Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen schaffst Du eine solide Grundlage für einen erfolgreichen Wandel! Wenn Du also vor der Herausforderung stehst Veränderungen in Deinem Unternehmen umzusetzen denke daran: Beginne an der Spitze! Investiere Zeit in Deine Führungskräfte; unterstütze sie dabei ihre Rolle neu zu definieren; dann wirst Du sehen, wie positiv sich dies auf das gesamte Unternehmen auswirkt!